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"Im Nachhinein ..."Skandalöses Tennis-Match mit deutscher Beteiligung hätte nie stattfinden dürfen

09.01.2026, 13:35 Uhr
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Hajar Abdelkader mangelte es offensichtlich an grundlegenden Fähigkeiten, um ein Tennismatch zu spielen.

Die deutsche Tennisspielerin Lorena Schädel erlebt bei einem kleinen Turnier in Kenia Absurdes. In der ersten Runde steht ihr eine Gegnerin gegenüber, die anscheinend zum ersten Mal einen Schläger in der Hand hat. Der Turnierveranstalter versucht sich an einer Rechtfertigung.

Nachdem bizarre Videos einer überforderten Tennisspielerin im Internet viral gegangen sind, hat der Turnierveranstalter einen Fehler bei der Ansetzung zugegeben. Beim kleinen W35-Turnier in Nairobi verlor die mit einer Wildcard ausgestattete Ägypterin Hajar Abdelkader in der ersten Runde gegen die deutsche Spielerin Lorena Schädel mit 0:6, 0:6. Von dem Match kursierten Videos im Internet, die Zweifel aufkommen ließen, ob Abdelkader zuvor jemals Tennis gespielt hatte.

"Im Nachhinein räumt Tennis Kenya ein, dass diese Wildcard nicht hätte vergeben werden dürfen. Der Verband hat diesen Vorfall zur Kenntnis genommen und wird sicherstellen, dass ein solch äußerst seltener Fall nie wieder vorkommt", hieß es in einer Erklärung vom kenianischen Verband.

Schon der wacklige Ballwurf beim Aufschlag sah bei der Verliererin höchst amateurhaft aus, insgesamt leistete sie sich 20 Doppelfehler. Abdelkader erzielte nur drei Punkte - aufgrund zweier Doppelfehler und eines unerzwungenen Fehlers ihrer Gegnerin, die auf Weltranglistenplatz 1026 geführt wird. Manche Nutzer wunderten sich, wie die komplett einseitige Partie überhaupt 37 Minuten dauern konnte. Andere fragten sich, ob das Video überhaupt echt sei.

Kurzfristige Absage spült Hayara Abdelkader ins Hauptfeld

"Frau Abdelkader gab an, über ausreichend Wettkampferfahrung zu verfügen, und die Wildcard wurde ihr auf Basis dieser Informationen ausgestellt", erklärte Tennis Kenya.

Allerdings bestätigte der ägyptische Tennisverband der BBC, dass Abdelkader nie als ägyptische Spielerin registriert und nicht im Namen Ägyptens für das Turnier gemeldet war. Man habe "weder direkt noch indirekt irgendeine Rolle bei der Nominierung, Genehmigung oder Ausstellung dieser Wildcard" gespielt, sagte der Technische Direktor des ägyptischen Tennisverbandes, Dia Nabil Loutfy.

Zunächst war eine andere Spielerin für die Wildcard vorgesehen gewesen, doch diese hatte ihren Start im Hauptfeld kurzfristig abgesagt. "Frau Abdelkader war zu diesem Zeitpunkt die einzige andere Spielerin, die eine Wildcard beantragt hatte", gab Tennis Kenya an. Mit der Zusage habe man auch "die Entwicklung des Tennissports in Afrika" fördern wollen.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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